Heizung entlüften
Gluckert der Heizkörper oder bleibt oben kalt, sitzt meist Luft im System. Entlüften können Sie selbst – mit einem Entlüftungsschlüssel aus dem Baumarkt und zehn Minuten Zeit.
Das brauchen Sie
- Entlüftungsschlüssel (Vierkant)
- Lappen und ein kleines Gefäß
- Blick auf das Manometer an der Heizung
So geht es
- Heizung aufdrehen: Thermostate kurz voll aufdrehen, damit sich die Luft an den Heizkörpern sammelt.
- Pumpe ruhen lassen: Heizung bzw. Umwälzpumpe ausschalten und etwa eine Stunde warten, damit die Luft nach oben steigt.
- Reihenfolge: Gehen Sie Heizkörper für Heizkörper vor, in mehrstöckigen Häusern von unten nach oben.
- Ventil öffnen: Lappen und Gefäß unter das Entlüftungsventil halten, Ventil mit dem Schlüssel langsam aufdrehen. Erst zischt Luft, dann kommt Wasser.
- Ventil schließen: Sobald Wasser ohne Luftblasen austritt, das Ventil wieder zudrehen.
- Druck prüfen: Am Manometer den Anlagendruck ablesen. Liegt er unter dem markierten Sollbereich, muss Wasser nachgefüllt werden. Danach Heizung wieder einschalten.
Wasser nachfüllen: Den richtigen Druck und die passende Füllart nennt die Anleitung Ihrer Anlage. Bei Unsicherheit lassen Sie das den Fachbetrieb machen – zum Beispiel bei der nächsten Wartung.
Wann der Fachbetrieb ran sollte
- Sie müssen mehrmals im Winter entlüften oder der Druck fällt immer wieder ab – dann gibt es eine Ursache, etwa am Ausdehnungsgefäß oder eine undichte Stelle.
- Einzelne Räume bleiben trotz Entlüften kalt – oft fehlt ein hydraulischer Abgleich.
- Die Heizung zeigt eine Störung oder schaltet ab.
Bei der jährlichen Heizungswartung prüft der Fachbetrieb Druck und Ausdehnungsgefäß gleich mit.
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Stand: 02.11.2026. Richtwerte ohne Gewähr; den verbindlichen Preis nennt der Fachbetrieb.